Aromatherapie: Wohlfühlen mit ätherischen Ölen

Aromatherapie: Wohlfühlen mit ätherischen Ölen

Duftöle für Aromatherapie
Mit Duftölen kannst Du Dein Wohlbefinden beeinflussen.

Was ist Dein Lieblingsduft? Und mit Duft meine ich nicht Parfum. Bestimmt hast Du schon irgendwann an einer Rose geschnuppert (nicht alle duften übrigens), aber hast Du schon mal den Geruch von frisch gesägtem Holz, von zerriebenen Tannennadeln oder einer eben aufgeschnittenen Orange bewusst wahrgenommen?

Mein Lieblingsduft ist der von Zimt. Da fühle ich mich sofort ganz wohlig und gut aufgehoben. Vielleicht kommt das daher, dass mein Lieblingsgericht als Kind Pfannkuchen mit Apfelmus und viel Zimt-Zucker war. Das war jedes Mal ein großes Fest für mich!

Worauf ich hinauswill? Mit Düften kannst Du Deine Stimmung beeinflussen. Mit natürlichen ätherischen Ölen geht das ganz einfach und ohne großen Aufwand. Man nennt das auch Aromatherapie.

Wieso können Düfte beeinflussen, wie wir uns fühlen?

Der Geruchssinn steht in direkter Verbindung zu unserem vegetativen, unwillkürlichen Nervensystem. Gerüche können unser limbisches System beeinflussen; dieser Teil unseres Gehirns ist für die Verarbeitung von Emotionen und auch für die Ausschüttung von Endorphinen zuständig. Endorphine sind schmerzstillende Stoffe, die unser Körper selbst produzieren kann. Quasi körpereigene Schmermittel.

Kurz gesagt: Hat Dein Körper in der Vergangenheit eine positive Erfahrung gemacht, während ein bestimmter Geruch in der Luft lag, so verbindet das Gehirn künftig den Geruch mit etwas positivem und Deine Stimmung steigt. So wie bei mir Zimtgeruch. Leider kann das natürlich auch umgekehrt laufen. Hat jemand zum Beispiel etwas belastendes erlebt, während es nach Zimt gerochen hat, so kann es sein, dass er künftig Zimtgeruch sehr unangenehm findet und dieser negative Gefühle auslöst.

Weiterhin enthalten duftende Pflanzenteile, wie z.B. Rosmarinnadeln, ätherische Öle (sog. Terpene). Deren Inhaltsstoffe gelangen über die Lunge ins Blut; so können sie über das Herz-Kreislauf-System im Körper wirksam werden. Ein Waldspaziergang (neuerdings auch Waldbaden genannt) ist auch deshalb so gesundheitsfördernd, weil hier viele dieser ätherischen Öle aus den Nadeln und dem Harz der Bäume „in der Luft liegen“ und du sie einatmest. Bei einem Vollbad nimmt der Körper die Stoffe nicht nur über die Atmung auf, sondern auch ein bisschen über die Haut. Die Inhaltsstoffe sind übrigens bereits nach ca. 20 Minuten im Blut nachweisbar.

Und deshalb kannst Du mit Düften Einfluss auf Dein Wohlbefinden nehmen. Ganz einfach und „nebenbei“.

Welcher Duft für welche Stimmung?

Das musst Du natürlich ausprobieren, da wie gesagt jeder Mensch mit Gerüchen andere Erinnerungen verknüpft. So wie ich mit dem Zimtgeruch.

Ganz allgemein zur Wirkung:

Zitrone/Orange/Pfefferminze/Rosmarin – aufmunternd, erfrischend, anregend, konzentrationsfördernd;

Lavendel – beruhigend, entspannend/schlaffördernd;

Vanille/Rose – beruhigend, ausgleichend;

Natürlich kannst Du aus verschiedenen Ölen Deine eigenen Mischungen kreieren. Eine Waldmischung würde möglicherweise jeweils 2-3 Tropfen Öl von Zeder, Tanne, Myrte oder Fichte beinhalten. Für gute Laune könnte eine Mixtur aus 2-3 Tropfen Öl von verschiedenen Zitrusfrüchten und Vanille sorgen. Probiere aus, was Dir gut tut!

Wichtig: Qualität des ätherischen Öls

Bitte verwende für Deine Aromatherapie natürliche ätherische Öle. Du findest sie im Bio-Supermarkt, aber auch in Drogerien. Vermeide naturidentische oder synthetische Öle. Du brauchst nur wenige Tropfen davon; so ein kleines Fläschchen kostet im Biomarkt zwischen 5 und 10 Euro und hält ewig.

Aromatherapie mit Duftlampe und Duftstein
Mit Duftstein oder Duftlampe verteilt sich der Geruch gut im Raum.

Duftstein, Duftlampe, Spray, Roll-On-Stick

Wie kann Du man den Geruch im Raum verteilen? Du kannst eine Duftlampe verwenden. Die bekommst Du dort, wo es das Duftöl gibt, aber auch auf Weihnachts- oder Handwerkermärkten. Du gibst zwei bis drei Tropfen Öl mit ein wenig Wasser (mehr Wasser als Öl!) in die Schale der Duftlampe. Die Flüssigkeit wird durch ein Teelicht erwärmt und verdampft so ganz langsam. Vergiss nicht, rechtzeitig Wasser nachzufüllen oder das Teelicht auszublasen. Alternativ kannst Du zwei bis drei Tropfen Öl auf einen porösen „Duftstein“ auftragen, so dass es langsam verdunstet.

Es gibt inzwischen sogar fertige Spray-Mischungen für Aromatherapie zu kaufen. Die sprühst Du einfach nach Bedarf in die Raumluft. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Einige Firmen im Naturkosmetikbereich bieten kleine Roll-On-Stifte an; damit kann man sich den Duft direkt auf die Haut auftragen. Hauptbestandteil ist hier nicht Öl (den Grund erkläre ich gleich noch), sondern Wasser. Für unterwegs ist das sehr praktisch. Bist Du oft nervös, so könntest Du Dir mit dem Stick im Lauf des Tages gelegentlich eine beruhigende Duftmischung aufs Handgelenk auftragen und dann mit tiefen Atemzügen daran riechen. So hast Du gleich noch eine kurze Entspannungsübung.

Aromatherapie: Das darfst Du auf keinen Fall machen

Bitte trinke nicht von den Ölen. Sie riechen zwar lecker, sind aber stark reizend für die Haut. Reibe sie Dir auch nicht auf die Haut, außer, es handelt sich ausdrücklich um ein dafür zugelassenes Öl, z.B. ein Körperöl oder einen Roll-On-Stick. Falls Du darin baden möchtest, verwende nur 2-3 Tropfen und achte darauf, dass es ein reines Naturöl ist. Oder kaufe gleich ein richtiges Badeöl.

Was ist dein Wohlfühl-Duft? Möchtest Du Dein Rezept für Deine Lieblings-Mischung mit uns teilen?

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