Meine Ausbildung zum Gesundheitscoach

Meine Ausbildung zum Gesundheitscoach

In diesem Artikel erfährst Du, wie ich Gesundheitscoach geworden bin, welchen großen Fehler ich dabei am Anfang gemacht habe und wie am Schluss doch noch alles gut wurde.

Coachingausbildung Gesundheitscoach
So einen dicken Ordner mit hilfreichen Unterlagen habe ich in meiner Ausbildung zum Gesundheitscoach von meinem Ausbildungsinstitut bekommen!

Wie kam es dazu, dass ich eine Coaching-Ausbildung machen wollte?

Vor mehreren Jahren hatte ich einen schweren Burnout. Während meines Heilungsprozesses stand mir eine Psychotherapeutin zur Seite. Zur Aufarbeitung meiner Probleme im beruflichen Bereich ermöglichte mir mein damaliger Vorgesetzter parallel dazu mehrere Coaching-Sitzungen; der Coach kannte das Unternehmen, bei dem ich damals angestellt war, und die internen Strukturen dort.

Dabei hatte mir besonders gut gefallen, dass ich mir im Lauf jeder Sitzung mit seiner Hilfe Problemlösung für meine speziellen beruflichen Herausforderungen erarbeitete.

Mehr zum Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie findest Du übrigens hier: https://unbeschwerter-leben.de/coaching-oder-psychotherapie/

Alles, was mir gut tut und mich interessiert, möchte ich meist auch vertiefen und darin ausgebildet werden. Deshalb war für mich irgendwann klar: Ich will eine Coaching-Ausbildung machen.

Coaching-Ausbildung: erster Versuch

Ich habe dann eine Ausbildung bei der Firma für Organisations-, Team- und Persönlichkeitsentwicklung begonnen, bei der mein damaliger Coach tätig war.

Leider musste ich nach einiger Zeit feststellen, dass das für mich nicht das richtige war. Ich war von der Person so begeistert gewesen, dass ich mir vor der Auswahl des Ausbildungsinstituts folgende entscheidende Fragen nicht gestellt hatte:

  • Was ist mir wichtig bei einer Coaching-Ausbildung?
  • Was will ich auf gar keinen Fall?
  • Was ist mein Ziel?
  • Was möchte ich danach mit dem Gelernten machen?

Diese Fragen solltest Du also am besten vorher für Dich klären, sonst geht es Dir möglicherweise wie mir. Ich hatte bereits einen fast fünfstelligen Betrag investiert, als mir so richtig bewusst wurde, dass diese Ausbildung nicht das war, was ich wollte.

Damit war ich unzufrieden:

Es gab keine feste Gruppe. Man buchte einzelne Seminar-Wochen (Module). Die meisten Teilnehmer dieser Seminare wollten gar keine Ausbildung machen, sondern wurden von ihren Arbeitgebern zu einzelnen Modulen geschickt. Es waren Seminare zu Persönlichkeits- oder Führungskräfteentwicklung, Konfliktmanagement oder Selbstmanagement. Alles natürlich sehr interessante Themen – aber eher für die tägliche Anwendung in einem Unternehmen aufbereitet. Die Trainer wechselten und die Gruppen waren aus meiner Sicht relativ groß. Ich bin eher introvertiert; deshalb strengt es mich sehr an, wenn ich eine Woche lang jeden Tag 8-10 Stunden mit so vielen Menschen in einem Raum bin. Es gab auch fast keine schriftlichen Unterlagen und wenig theoretische Wissensvermittlung. Man lernte keine Methoden fürs Coaching. Ich wusste bis zum Ende überhaupt nicht, wie man ein Coachinggespräch führt.

Rückblickend kann ich sagen, dass es für meine eigene Persönlichkeitsentwicklung sehr gut war. Aber für eine künftige Tätigkeit als Coach hat es mir nicht so viel gebracht.

Was war mir bei meiner Coaching-Ausbildung wichtig?

  • eine feste, kleine Gruppe, nicht mehr als 10 Personen
  • eine Mischung aus praktischen Übungen und theoretischem Hintergrundwissen
  • Methodenlehre
  • ein Skript, in dem ich daheim nachblättern kann
  • feste Trainer, auf die ich mich einstellen kann
  • keine Wochenseminare, sondern Unterricht nur an Wochenenden
  • für mich bezahlbar (das ist natürlich ein sehr subjektiver Punkt)

Was sollte mein künftiger Schwerpunkt im Coaching sein?

Der Begriff „Coaching“ ist nicht geschützt und es gibt inzwischen Coaches für so ziemlich alles im privaten und beruflichen Leben.

Mein Fokus lag schon mein ganzes Leben lang auf Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Das wollte ich natürlich auch im Coaching umsetzen.

Coaching-Ausbildung: zweiter Versuch

Deshalb suchte ich im zweiten Anlauf ganz gezielt eine Ausbildung zum Gesundheitscoach. Ich fand ein kleines, feines Institut für persönliche Entwicklung und Gesundheit in Trostberg in Oberbayern, das eine fundierte einjährige Ausbildung zum Gesundheitscoach anbieten. Diese erfüllte alle meine oben genannten Anforderungen:

Die Ausbildung dauerte insgesamt 21 Tage, verteilt über 7 Wochenenden im Lauf eines Jahres. Das erste Modul war quasi zur Probe und zum gegenseitigen Kennenlernen. Erst danach musste man sich entscheiden, ob man den Rest der Ausbildung verbindlich bucht. Ratenzahlung war übrigens auch möglich. Wir waren eine kleine Gruppe und hatten auch zwischen den Modulen Kontakt, um das Gelernte einzuüben und „Hausaufgaben“ zu machen. Bereits während der Ausbildung durften wir oft praktisch üben, wie man Coachinggespräche zu gesundheitlichen Themen führt. Wir haben im Lauf des Jahres ein dickes Skript mit Hintergrundinformationen zu verschiedenen Konzepten (z.B. von Virginia Satir und Gunther Schmidt) und Coaching-Methoden bekommen, das ich auch heute noch bei Bedarf zu Rate ziehe.

Ein ganz kurzer Überblick für Interessierte: Wir lernten das Salutogenesemodell nach Antonowsky, gewaltfreie Kommunikation, systemische Aufstellungsarbeit und verschiedene Stressbewältigungsstrategien kennen. Wir arbeiteten mit Glaubenssätzen und der Bedürfnispyramide. Wir beschäftigten uns mit dem Thema Werte, übten an uns selbst Reframing und lernten die Arbeit mit Trance nach Milton Erickson kennen. Und noch ganz vieles mehr.

Eine Ausbildungsleiterin ist Ärztin, so dass das Thema Gesundheit auf soliden Füßen steht.

Am Ende erstellt man eine Abschlussarbeit, die man dann der Gruppe vorstellt. Bei mir ging es darin (natürlich) um Burnout und wie man dabei durch Coaching unterstützen kann.

Nach erfolgreicher Beendigung dieser Ausbildung fühlte ich mich endlich auch für meine eigene Coaching-Praxis gut vorbereitet.

Hast Du Fragen dazu? Dann schreib mir gerne!

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