Selbstfürsorge: Was tut Dir auf Dauer gut?

Selbstfürsorge: Was tut Dir auf Dauer gut?

Eine Frage, die ich in meinen Coachings ganz oft stelle: Was tut dir gut?

Denn bei Stress und Burnout geht es um zwei wichtige Themen, über die ich auch schon in einem anderen Blog-Artikel zum Thema Burnout-Prävention geschrieben habe:

Was tut Dir gut und gibt dir Energie? Was tut dir nicht gut und raubt dir Energie?

Oft können meine Coachees erst mal gar keine Antwort auf die Frage geben, was ihnen Kraft gibt. Es kommen dann so Standard-Begriffe wie „Wellness-Wochenende“, „Urlaub in der Karibik unter Palmen“, „Shopping-Wochenende“ oder „Städte-Trip“. Ich denke, da hat die Reisebranche mit ihrem ausgezeichneten Marketing ganze Arbeit geleistet. Auch auf Instagram findet man unter dem Begriff „Selfcare“ meist beeindruckende Fotos von exotischen Orten oder es werden teure Wellnessbehandlungen angepriesen. Ich fahre natürlich auch gern in den Urlaub. Aber bei den meisten von uns ist die Erholung nach dem Urlaub doch im Alltag dann wieder ganz schnell aufgebraucht, oder?

Wichtig wäre es etwas zu finden, mit dem du täglich oder wöchentlich Kraft tanken kannst! Das können Dinge sein, die dir zuerst gar nicht in den Sinn kommen, weil in unserer Welt immer alles größer, weiter und bombastischer sein muss und auf jeden Fall nach außen was her machen soll. Und leider ist auch der Begriff Selfcare meist damit gleichgestellt, dass man sich etwas gönnt, das Geld kostet. Die Freude darüber ist meist nur kurzfristig und dann muss der nächste Gegenstand gekauft werden.

Falls dir spontan überhaupt nichts einfallen sollte: Auch das ist gar nicht ungewöhnlich, weil wir es verlernt haben oder es uns vielleicht nie beigebracht wurde, uns gut um uns selbst zu kümmern. Hier mal ein paar Vorschläge:

  • Spazierengehen und dich ganz auf die Natur konzentrieren, auf die Farben, Gerüche, Geräusche.
  • Mit FreundInnen oder Familie treffen, Stammtischrunden, Spieleabende
  • Sport treiben, im Verein oder im Fitness-Studio, oder allein, draußen, drinnen, mit oder ohne Musik.
  • Tanzen, Paartanz oder allein, in der Disco oder in einem Tanz-Studio.
  • Basteln, Handwerkern, Stricken, im Garten arbeiten, Fotografieren, Nähen, Kochen, Backen etc.
  • Yoga, Qi Gong, Meditieren, eine Tasse Tee bei Kerzenlicht trinken und ruhige Musik hören.
  • Sauna, Massage.
  • Sich um ein Haustier kümmern.

Vielleicht findest du etwas, das du früher gern gemacht hast, als du noch mehr Zeit hattest oder sogar als du noch ein Kind warst? Es wäre doch ein guter Anfang, das wieder regelmäßig zu machen. Oder du probierst etwas Neues aus. Nimm dir regelmäßig Zeit dafür, trage es von vornherein in deinen Terminkalender ein, stelle dir einen Timer. Zieh es durch, es geht um deine Gesundheit!

Am Anfang ist es vielleicht ungewohnt, aber bald wird es zur Gewohnheit, zum Ritual. Dann wirst du dich so darauf freuen, dass du es dir nicht mehr nehmen lässt und dafür z.B. abends pünktlich aus der Arbeit gehst oder morgens dafür ein bisschen früher aufstehst.

Selbstfürsorge kann aber auch noch andere Aspekte beinhalten:

Nicht nur, WAS tut dir auf Dauer gut, sondern auch WER tut dir auf Dauer gut? Hast du Dauer-Konflikte in der Familie, haben Freundschaften sich vielleicht überlebt? Hängen Energie-Vampire an dir, nutzt jemand dich aus? Akzeptiert jemand deine Grenzen regelmäßig nicht?

Tust DU SELBST dir immer gut mit deinem DENKEN und deinen VERHALTENSWEISEN?

Dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, denn damit hast du 24 Stunden am Tag zu tun… Tust du selbst dir auf Dauer gut, so wie du mit dir umgehst? Wenn du dich mit diesem Thema mehr beschäftigen möchtest, habe ich hierzu einen eigenen Blog-Artikel über Innere Antreiber geschrieben.

Zuletzt noch ein wunderschönes Zitat von Astrid Lindgren für dich:

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.

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