„The Last Best Cure“ – Buchempfehlung für chronisch Kranke

„The Last Best Cure“ – Buchempfehlung für chronisch Kranke

Mein Fach-Lieblingsbuch 2019: The Last Best Cure – My Quest to Awaken the Healing Parts of My Brain and Get Back My Body, My Joy, and My Life

Ein Mutmacher für Menschen mit chronischen gesundheitlichen Einschränkungen! Ich habe das Buch 2019 entdeckt und war so begeistert, dass ich es gleich zweimal hintereinander gelesen habe.

Leider gibt es „The Last Best Cure“ bisher nur in Englisch. Es ist aber relativ einfach und verständlich geschrieben, trotz aller Wissenschaftlichkeit.

Die Autorin Donna Jackson Nakazawa ist Wissenschaftsjournalistin. Sie hat seit ihrer Kindheit verschiedene gesundheitliche Beschwerden, u.a. eine schwere Autoimmunerkrankung, die zu zahlreichen Symptomen und starken Einschränkungen in ihrem Leben führt. Donna schildert in dem Buch ein Jahr ihres Lebens, in dem sich gesundheitlich vieles für sie verbessert.

The Last Best Cure: ein echter Mutmacher für Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Im ersten Kapitel schildert Donna sehr anschaulich ihre täglichen Herausforderungen in einem Leben mit Familie, Hunden und ihrer Arbeit, unter all den besonderen Belastungen, die durch ihre Krankheiten entstehen.

Ihre neue Ärztin beschäftigt sich damit, wie sich traumatische Erlebnisse in der Kindheit auf die spätere Gesundheit auswirken. Donna steht ihren Vorschlägen erst sehr skeptisch gegenüber, obwohl sie selbst als Kind den plötzlichen Tod ihres Vaters nach einer verpfuschten Operation erleben musste. Danach zerfiel ihre Familie und sie musste viel zu früh erwachsen werden. Ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters begannen ihre ersten rätselhaften Erkrankungen.

Donna und ihre Ärztin unterteilen das folgende Jahr der Behandlung in drei Abschnitte: In den ersten sechs Monaten beschäftigt Donna sich mit Meditation, probiert verschiedene Praktiken aus und lernt Meditation und Gelassenheit in ihren Alltag zu integrieren. Sie findet für sie passende und machbare Methoden, zum Beispiel als Gehmeditation beim Gassigehen mit ihren Hunden in einem kleinen Park.

Danach beginnt sie mit Yoga und lässt sich Akupunkturnadeln setzen. Auch hier probiert sie wieder aus, bis sie für sie passende Kurse, Übungen und Therapeuten findet. Yoga integriert sie zusätzlich zu ihren Kursterminen in ihren Alltag – ein „herabschauender Hund“ hilft ihr zum Beispiel, wenn sie eine Ruhepause in ihrem anstrengenden Alltag benötigt.

Durch Akupunktur wird sie noch ruhiger und hat den Eindruck, dass diese ihr sogar hilft, alte emotionale Verletzungen zu heilen.

Regelmäßige Auszeiten sind wichtig.

Insgesamt sind die Ergebnisse dieses Selbstversuchs sowohl für sie als auch für das medizinische Fachpersonal extrem überraschend. Ihre Symptome beginnen sich zurückzubilden! Sie wird ruhiger, gelassener, kräftiger, beweglicher, ausdauernder. Nach einem Jahr kann sie ihren Alltag erheblich besser bewältigen und hat viel mehr Freude und Genuss in ihrem Leben. Ihre Blutwerte werden besser, zum Teil sind sie am Ende des Jahres sogar im Normbereich. Sie ist nicht komplett gesund, aber sie fühlt sich SO VIEL BESSER.

Ich mag an „The Last Best Cure“, dass Donna Jackson Nakazawa nicht – wie so oft in amerikanischen Selbsthilfebüchern – übertreibt nach dem Motto „Einen Tag nach meiner ersten Meditation war ich geheilt!“. Sie schreibt aus wissenschaftlicher Sicht, zitiert viele Studien inklusive Quellenangaben, trifft sich mit Forschern. Ihr Stil ist sachlich und ohne Übertreibungen, sie bringt aber immer wieder ihre persönlichen Erfahrungen ein. Dadurch ist „The Last Best Cure“ sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel wechseln zwischen ihrer eigenen Geschichte und dazu passenden wissenschaftlichen Erläuterungen und Studienergebnissen.

Die Autorin erklärt in „The Last Best Cure“ für Laien verständlich, welche Auswirkungen traumatische Erlebnisse in der Kindheit auch noch im Erwachsenenalter auf Gehirn, Immun- und Nervensystem haben können. Am Buchende gibt es dazu einen Selbst-Test für diejenigen, die sich damit näher beschäftigen möchte. Zudem bekommt man Tipps, falls man Vorschläge aus dem Buch im eigenen Leben ausprobieren möchte.

Donna ändert in ihrem Leben Dinge, die jeder von uns anpacken kann. Sie probiert verschiedene Meditationsmethoden und Yoga-Stile aus. Sie schildert, wie sie versucht, Gelassenheit und Achtsamkeit in ihr Alltagsleben zu integrieren. Im Lauf des Experiments stellt sie fest, wie streng und unerbittlich sie zu sich selbst war, wie sehr sie sich für ihre Schwächen verachtet hat. Ein wichtiger Punkt war, ihre Haltung zu sich zu ändern. Sie lernt im Lauf der Zeit, besser für sich zu sorgen und sich selbst mehr zu akzeptieren.

Donnas Geschichte hat mir Impulse für mein eigenes Leben gegeben. „The Last Best Cure“ hat mich an vielen Stellen sehr berührt und Donna hat mir Mut gemacht, dass auch vermeintlich kleine Änderungen eine gesundheitliche Besserung bewirken können.

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